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Analyse der Konkurrenten beim Wettbewerb


Ein Unternehmen, das seine Branchenposition sichern oder ausbauen will, muss auch die Wettbewerber untersuchen. Michael Porter stellt die vier wichtigsten Elemente der Konkurrentenanalyse vor. Element eins ist die Diagnose der Ziele für die Zukunft. Deren Kenntnis erlaubt eine Aussage darüber, ob ein bestimmter Wettbewerber mit seiner gegenwärtigen Position und seinen finanziellen Ergebnissen zufrieden ist oder nicht. Dies wiederum ermöglicht es vorherzusagen, wie wahrscheinlich ein Strategiewechsel ist und mit welcher Intensität der Wettbewerber auf äußere Ereignisse wie den Konjunkturzyklus oder auf Maßnahmen anderer Unternehmen reagieren wird.

Das zweite Element sind die Annahmen der Wettbewerber über sich selbst und über die Branche samt den anderen Unternehmen darin. Diese Annahmen lenken das Verhalten der Konkurrenten und ihre Reaktionen auf Ereignisse. Betrachtet sich zum Beispiel ein Unternehmen als Billigproduzent, wird es einen Preisbrecher möglicherweise durch eigene Preissenkungen zu disziplinieren versuchen. Als Anhaltspunkte für die bestehenden Annahmen können die Unternehmensgeschichte oder die persönlichen und beruflichen Hintergründe des Managements dienen.

Die Entwicklung von Aussagen über die gegenwärtige Strategie eines Wettbewerbers ist das dritte Element der Konkurrentenanalyse. Michael Porter: »Diese Strategie stellt man sich am besten als Kombination seiner wichtigsten Instrumente in jedem Funktionsbereich mit der besonderen Art vor, wie er die jeweiligen Elemente untereinander zu verbinden sucht. Die Strategie kann explizit oder implizit sein – sie existiert immer in der einen oder anderen Form.« Den Abschluss der Konkurrentenanalyse bildet die realistische Einschätzung der Fähigkeiten des Wettbewerbers. Dessen Stärken und Schwächen sind ausschlaggebend für seine Fähigkeit, strategische Schritte zu ergreifen oder zu beantworten beziehungsweise mit Ereignissen in der Branche oder im Umfeld fertig zu werden. Diese Stärken und Schwächen eines Konkurrenten lassen sich beurteilen, indem man seine Position im Hinblick auf die von Michael Porter genannten fünf Wettbewerbskräfte untersucht. Von Interesse sind insbesondere die Kernfähigkeiten, die Fähigkeit zum Wachstum, zur schnellen Reaktion und zur Anpassung sowie das Durchhaltevermögen.

 

 

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