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Aber es zahlt sich doch letztlich für ein ganzes Land und alle seine Bürger aus, wenn es seiner Jugend eine gute Bildung und Ausbildung finanziert.


Nicht wenn das auf falschen Wegen, mit untauglichen Bildungsinhalten und unter Inkaufnahme einer im Verhältnis zum Bedarf verzerrten Ausbildungsstruktur geschieht. Die Fehlinvestition in intellektuelles Kapital hat schlimmere Folgen als die Verluste, die durch die Fehlallokation von Sachkapital entstehen. Die frühere Finanzministerin von Neuseeland, Ruth Richardson, hat einmal verwundert festgestellt: „Wir wissen, daß der Staat als Unternehmer ein Bankrotteur ist, aber dennoch glauben die meisten Menschen, er könne hochwertige Bildungsdienste erzeugen.“ Und Professor Straubhaar hat in seiner Schrift „Die staatliche Bildungskatastrophe“ geschrieben: „Das staatliche Bildungswesen steckt in einer tiefen Krise. Auch hier zeigen sich die systemimmanenten Schwächen einer staatlichen Planwirtschaft überdeutlich. Zur Mündigkeit freier Menschen gibt es keine Alternative. Wer diese fundamentale Gesetzmäßigkeit mißachtet, wird durch die Realität hart bestraft – auch im Bildungswesen... Entgegen historischer Vorurteile und emotionalisierter Ideologien, vermag der Markt auch im Bildungsbereich seine Informations-, Anreiz-, Selektions und Ausgleichsaufgaben wahrzunehmen. Er versagt nicht. Ein freier Bildungsmarkt ist funktionsfähig. Das mag den falschen Freunden der Marktwirtschaft nicht passen. Aber immer wieder vorgetragene Gegenargumente werden nicht deshalb richtig, nur weil sie ständig wiederholt werden.“ (Straubhaar 1996, S.53).

Außerdem handelt es sich bei der Theorie, eine bessere und breitere Bildung produziere nationale Prosperität, um einen Mythos. Die umgekehrte Kausalität ist zutreffend. Der von Generation zu Generation steigende Wohlstand, den wir der Marktwirtschaft zu verdanken haben, hat es immer mehr Leuten und immer breiteren Bevölkerungsschichten erst ermöglicht, ihren Kindern jeweils höhere und längere Bildungswege zu eröffnen. Je mehr der Staat sich dieser Aufgabe bemächtigt, desto mehr muß er die Steuerzahler auspressen und die Marktkräfte abwürgen. Und damit werden sich längerfristig auch die Bildungschancen der gesamten Bevölkerung reduzieren und schließlich in einer Einwärtsspirale auf immer niedrigere Stufen sinken.

 

 

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